Résumé zum dritten Freie Software Café im Westerwald

Letzten Donnerstag hat das dritte Freie Software Café stattgefunden. Einer der Teilnehmenden hat ein Résumé verfasst und mir zur Verfügung gestellt:

 

Freies Software Café im Westerwald

Resümee zum dritten Treffen

Am 08. Oktober trafen wir uns –- zum mittlerweile dritten Mal -– zum Freien Software Café. Leider konnten nur 4 Personen an diesem gemütlichem Abend im Scheunencafé in Faulbach anwesend sein.

Aus gegebenem Anlass wurde sich nicht über das Tor-Projekt unterhalten, sondern erhellend darüber gesprochen, wie man Flüchtlingen in der Region mittels Computertechnologie und freier Software helfen kann. Es wurde vorgeschlagen, den Flüchtlingen die Kommunikation zu erleichtern, indem man ihnen einen kostenlosen Zugang zum Internet ermöglicht. Dabei wurden mehrere Alternativen diskutiert und die Vor- und Nachteile erörtert.

Die Idee ist, in Westerburg ein leerstehendes Gebäude zu einem freien Internetcafé zu wandeln und dort allen Menschen kostenlose und freie Kommunikation und einen unkomplizierten Zugang zum Internet zu gewähren. In diesem Zusammenhang ist auch geplant, freies WLAN in Kooperation mit dem Freifunk-Projekt (http://freifunk.net/) allen Besuchern und Interessierten zur Verfügung zu stellen. Dabei wurde im Netz nach der benötigten Firmware und einem kompatiblen Router für ein freies WLAN gesucht sowie die rechtliche Lage in Deutschland bzw. Schweden (darüber werden die Benutzer des Freifunks geroutet) und die Haftung der WLAN-Bereitsteller und -Benutzer recherchiert.

Es entstand dann eine Unterhaltung darüber, ob man freies WLAN direkt in einem Flüchtlingsheim anbietet, damit diese es einfacher haben, oder ob man ein Café in der Stadt eröffnet, in das Flüchtlinge erst hingehen müssen, aber dafür mehr Kontakt zu anderen Menschen erhalten. Es konnte eine andere Freifunkgruppe in der Nähe gefunden werden, nämlich Freifunk Mayen-Koblenz (http://freifunk-myk.de/). Diese haben auch schon angefangen, Flüchtlinge in ihrer Unterkunft mit WLAN zu versorgen. Deshalb kam uns die Idee, diese Gruppe in Koblenz zu besuchen und uns mit ihnen über ihre Erfahrungen auszutauschen.

Im zweiten Teil des Abends hat uns einer der Anwesenden sein Open Source-Projekt vorgestellt, welches er im Auftrag eines Heizungsherstellers entwickelt hat. Mittels seiner Software ist es nun komfortabel möglich, ein Thermostat einer Heizung über ein Touchscreen fernzubedienen, welches per Funk einen Servomotor in besagtem Thermostat steuert. Mit solchen spannenden Projekten ist es möglich, nicht nur die Open Source-Community um weiteren Quellcode zu bereichern, sondern auch von Freier Software zu leben.

Das nächste mal treffen wir uns am 19.11. um 19 Uhr (3. Donnerstag des Monats) und wir freuen uns auf neue und alte Teilnehmer mit frischen Ideen.

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Fun Fact: Am 4. Oktober ist die Free Software Foundation 30 Jahre alt geworden.
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Eine Antwort zu Résumé zum dritten Freie Software Café im Westerwald

  1. Random Anarchist schreibt:

    Diese Gruppe wäre für das Vorhaben eines Internet Cafes für Flüchtlinge sicher auch interessant. Haben von der Gruppe viel gutes gehört aber noch keine persönlichen Erfahrungen gemacht. http://www.refugeesemancipation.com/contenido/cms/front_content.php

    Gefällt mir

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